Wanderschuhe auf einer Wiese

Zukunftsprojekte

Im bisherigen Dialogprozess wurden für den Naturpark 2030 neun Zukunftsthemen mit strategischen Zielen formuliert. Für die Umsetzung der Ziele suchen wir nun die geeignetsten Projekte. Zahlreiche Ideen haben wir in den letzten Monaten gesammelt.

Welche Projekte haben aus Ihrer Sicht das Potenzial „Zukunftsprojekte“ zu werden? Nutzen Sie hierfür den „Gefällt mir“-Button und markieren Sie damit entsprechende Projekte. Haben Sie dabei Mut, Akzente zu setzen. Ihre Hinweise ergeben für uns ein wichtiges Meinungsbild ohne eine verbindliche Abstimmung zu sein. Sie beraten mit Ihren Einschätzungen den Naturpark und seine Gremien, die letztlich die Entscheidung über die Zukunftsprojekte treffen.

Unter der Rubrik „Hinweise und Ideen“ ist außerdem Platz für weitere Anregungen oder Kommentare. Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen. Und sind gespannt.

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Der Naturpark für alle

Foto barrierefreier Weg

Zugänglichkeiten verbessern. Neue Zielgruppen erreichen. Inklusive Angebote entwickeln. Barrierefreiheit umfassend sehen: Inklusion heißt Vielfalt leben.

Welche der unten aufgeführten Projekte haben aus Ihrer Sicht das Potenzial ein „Zukunftsprojekt“ für den Naturpark 2030 zu sein? Nutzen Sie zur Markierung der entsprechenden Projekte den „Gefällt mir“-Button.

Leitmotiv

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch dazu gehört. Egal wie er aussieht, woher er kommt, welche Sprache er spricht, ob er sehen oder laufen kann, oder auch nicht. Das Ziel von Inklusion ist die Unterschiedlichkeit von Menschen als Wert zu sehen und Vielfalt zu leben. Für den Naturpark bedeutet dies, Erlebnisse für alle zu schaffen. Und das – wo immer möglich – gemeinsam. Ein Naturpark für alle bedeutet auch die soziale Vielfalt der Besucherinnen und Besucher im Blick zu behalten und somit möglichst viele Menschen für Natur- und Umweltthemen zu begeistern.

Rolle Naturpark

Sensibilisierer – Ideenvermittler – Netzwerkbildner

Die Themen Inklusion, Teilhabe und Zugänglichkeit (Barrierefreiheit) sind Querschnittsanliegen, die alle Handlungsfelder des Naturparks berühren. Sie sind ganzheitlich zu betrachten, erfordern eine gemeinsame Haltung und ein abgestimmtes Agieren der Akteure in der Naturparkregion. Hier ist der Naturpark in seiner Rolle als Koordinator und Netzwerkbildner genauso gefragt wie als Sensibilisierer für das Thema „Vielfalt leben“. Er sucht verstärkt die Zusammenarbeit mit Mitgliedskommunen, Vereinen, Verbänden und auch touristischen Akteuren, die sich einem inklusiven Ansatz widmen.

Strategische Ziele 2030

  • Inklusive Angebote in allen Handlungsfeldern

Es gibt bereits Erfolge des Naturparks in Sachen Zugänglichkeit. So laden die „NaTouren für Alle“ Familien mit Kinderwagen und Personen mit Mobilitätseinschränkungen auf speziell konzipierten Wanderwegen ein. Auch gibt es den „Kinzigtal-Radweg für Alle“ und des Weiteren sind einige Naturpark-AugenBlicke ebenfalls barrierefrei zu erreichen oder virtuell von zu Hause erlebbar. An diesen Ansätzen gilt es anzuknüpfen und sie ideenreich, inklusiv auszubauen. In den Bereichen Bildung für nachhaltige Entwicklung, Naturschutz und Landschaftspflege, nachhaltiger Tourismus, Erholung und Freizeit stecken zahlreiche Möglichkeiten Angebote inklusiv zu gestalten und Teilhabe zu ermöglichen.

  • Neue Zielgruppen ansprechen

Der Naturpark wird sich in Zukunft vermehrt damit auseinandersetzen, wie er in seiner Darstellung, Kommunikation und seinen Angeboten vielfältige Lebenswelten ansprechen kann. Dazu gehören beispielsweise sozial benachteiligte Gruppen, Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete oder körperlich eingeschränkte Menschen. Ziel ist es, unabhängig des persönlichen Hintergrunds eine Teilhabe am Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord zu ermöglichen.

  • Zugänglichkeit verbessern

Die Verbesserung der Zugänglichkeit und der Abbau von Erlebnishürden ist ein Querschnittsanliegen, das allen Besuchern des Naturparks zu Gute kommt. Es geht nicht darum jeden Pfad und Wildnis-Raum „barrierefrei“ zu gestalten, sondern mit Experimentierfreude zugängliche Verweil- und Erlebnisorte zu schaffen und dabei weniger in Hürden als in Möglichkeiten zu denken. Ob eingeschränkte Mobilität, Blindheit, Gehörlosigkeit, ob einfache Sprache oder Mehrsprachigkeit: Ein inklusiver Ansatz bedeutet nicht nur spezifische Angebote zu entwickeln, sondern auch solche, an denen Menschen mit und ohne Handicap teilhaben können.

  • Das Prinzip Mitwirken und Mitgestalten

Der Naturpark setzt auf die Zusammenarbeit mit regionalen Wissensträgern, erfahrenen Institutionen, Partnern und Betroffenen. Menschen mit Einschränkungen werden dabei als „Experten in eigener Sache“ eingebunden. Der Naturpark ist offen für Ideen, Hinweise und Know-how, agiert als Ideenvermittler und Netzwerker und setzt Anregungen in eigenen Angeboten um. Für die Planung und Gestaltung teilhabeorientierter Projektideen sind konkrete, verlässliche Partner und Mitgliedsgemeinden unentbehrlich – diese werden gezielt angesprochen und nachhaltig in ein inklusives Netzwerk eingebunden. Mit dem Nationalpark, der mit einfacher Sprache und gezielten Angeboten sich ebenfalls dem Thema widmet, finden Austausch und Kooperation statt.

  • Weiterentwicklung der Naturpark-AugenBlicke als markante Angebote und Erlebnisräume für viele.
  • Barrierefreie Rad- und Wandertouren

Hier finden Sie einige Kriterien, die Ihnen bei der Auswahl und Bewertung der Projekte helfen können. 

  • Alleinstellungsmerkmal: Das Projekt gibt es in dieser Form in der Region bislang nicht.
  • Eignung: Der Naturpark ist durch seine Rolle und Funktion als Träger/Treiber des Projektes besonders gut geeignet.
  • Reichweite: Mit dem Projekt wird ein wesentliches Thema für viele Menschen sichtbar und erlebbar.
  • Breitenwirkung und Skalierung: Das Projekt ist geeignet in kleinerer Form auf Gemeindeebene heruntergebrochen zu werden und bietet hierzu Unterstützung.
  • Vorbildfunktion: Das Projekt hat Vorbildcharakter.
  • Teilhabe und Vernetztes Denken: Das Projekt denkt Teilhabe mit und vernetzt verschiedene Kernthemen des Naturparks.

Bisher wenig erreichte Zielgruppen werden definiert und künftig explizit angesprochen. In der Kommunikation braucht es hierzu ansprechende Bilder, die Vielfalt zeigen und mitunter auch einfache Sprache. Um den direkten Kontakt mit diesen Zielgruppen herzustellen, setzt der Naturpark auf die Kooperation mit engagierten Betroffenen, Interessensvertretern und Sozialverbänden.

Strategien und Angebote zu Inklusion und Teilhabe werden in enger Kooperation mit dem Nationalpark entwickelt, Expertise in der Raumschaft wird gemeinsam genutzt. Projekte können zusammen entstehen oder in jeweiliger Zuständigkeit umgesetzt werden. (Beispiele für bisherige Angebote des Nationalparks: Führungen in Gebärdensprache, barrierefreie Wildnisübernachtungen für Gehörlose oder Rollifahrer, Angebote für inklusive Schulklassen).