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Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord blickt ins Jahr 2030 und schreibt seinen Naturpark-Plan fort. Als Leitfaden für die Entwicklung des Naturparks werden darin inhaltliche Schwerpunkte, Ziele und Projekte für die zukünftige Naturparkarbeit festgeschrieben.

Wir nutzen unser Jubiläumsjahr 2020, um einen vielseitigen Dialogprozess anzustoßen. Der Startschuss für den Dialogprozess erfolgte mit einem öffentlichen Auftakt am 23. Januar 2020 im Kurhaus in Bad Wildbad. Seither konnten wir gemeinsam mit vielen Menschen – mit Mitgliedern, Partnern, Engagierten und Interessierten – auf Erreichtes zurückschauen, Ziele weiterentwickeln und eine Vision für die Zukunft des Naturparks 2030 formulieren.

Nun sind wir auf der Ebene der Projekte angelangt, denn ohne passende Umsetzungsmaßnahmen bleibt eine Vision ein schönes Bild und ein Naturpark-Plan ein bedrucktes Papier. Im bisherigen Dialogprozess haben wir vielfältige Projektideen gesammelt, die wir Ihnen hier vorstellen. Wir laden Sie herzlich ein, diese Plattform zu nutzen und uns Hinweise zu geben, welche Ideen wahres Zukunftspotential haben. Somit erhalten wir ein Meinungsbild. Dies ist kein abschließendes Ranking, aber eine wichtige Beratungsgrundlage für die finale Auswahl durch die Mitglieder des Naturparkvereins. Vielen Dank für Ihr Mitwirken, wir freuen uns auf Ihre Hinweise.

Ein Naturpark-Plan ist ein wichtiges Instrument, um die im Bundesnaturschutzgesetz und dem Landesnaturschutzgesetz formulierten Aufgaben der Naturparke zu erfüllen. Der letzte Naturpark-Plan stammt aus den Gründungstagen von vor 20 Jahren. Daher ist es nun an der Zeit inne zu halten und zu schauen: Was haben wir in den vergangenen Jahren geleistet? Wo stehen wir heute? Und wie soll es morgen weitergehen? Zu diesen Fragen wollen wir im Jahr 2020 ins Gespräch mit denjenigen gehen, die sich bereits heute im Naturpark engagieren oder ihn künftig mitgestalten wollen. Für den Trägerverein und die Geschäftsstelle des Naturparks wird dieser Plan eine Art Kompass für die Zukunft sein. Übersichtlich, kompakt, klar: Eine konkrete Handreichung für die Entwicklung des Naturparks in den kommenden 10 Jahre.

Auf Basis von Interviews und einer Dokumentrecherche erfolgte eine Stärken-Schwächen-Analyse, die in einem Workshop mit der Geschäftsstelle vertieft wurde. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Auftaktveranstaltung im Januar 2020 vorgestellt und ergänzt. In einem weiteren Schritt wurden mit der Geschäftsstelle und dem Vorstand strategische Fragen entwickelt. Ziel war es, herauszufinden, welches die wichtigen Zukunftsfragen sind, und zu erkennen, wo der Naturpark in den kommenden 10 Jahren Akzente setzen sollte. Diese Fragen wurden in einem Online-Dialog im April diskutiert und anschließend ausgewertet. In einer Experten-Werkstatt stellten wir uns einem kritischen Blick von außen: Fachfrauen und -männer haben das bis dahin Erarbeitete kommentiert und mit uns gemeinsam weiterentwickelt. Nach diesen Prozessschritten entstanden die Zukunftsthemen mit Leitmotiven und strategischen Zielen sowie die Werte und Vision für den Naturpark 2030. Diese Ergebnisse wurden im Juli im Gesamtvorstand des Naturparks diskutiert und bewertet.

Weitere Informationen zu den bisherigen Veranstaltungen und Formaten finden Sie hier: www.naturpark2030.de

Am 22. September waren Stadt- und Gemeinderäte der Mitgliedskommunen des Naturparks zu einer Videokonferenz eingeladen. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus rund 50 Gemeinden und Städten waren im virtuellen Raum anwesend und haben sich zum aktuellen Stand der Planerarbeitung informiert. Dabei wurde auch die Dialog-Plattform vorgestellt und eingeladen, sich in die Bewertung der Projekte einzubringen.

Die Videokonferenz bot einen besonderen Treffpunkt für die Stadt- und Gemeinderäte. Trotz dessen ersetze sie keine realen Begegnungen und einen persönlichen Austausch. Der Naturpark möchte zu einem solchen Treffen zu gegebenem Zeitpunkt einladen, sobald es die Entwicklungen um die Covid19-Pandemie erlauben.

Hier finden Sie die Folien zur Konferenz. 

Am 23. September wurden in einer Videokonferenz die Zwischenergebnisse zum Naturpark-Plan vorgestellt. Insgesamt nahmen 70 Personen teil. Dabei waren Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Vereinen und Verbänden, Sponsoren und Partner, Touristiker, Naturpark-Schulen, Schwarzwald-Guides, Erzeuger und viele mehr.

In der Videokonferenz wurde auch die Dialog-Plattform vorgestellt und eingeladen, bei der Bewertung der Zukunftsthemen mitzumachen.

Hier finden Sie die Folien zur Konferenz.

Im bisherigen Dialogprozess wurden die Werte und Vision sowie die Zukunftsthemen mit strategischen Zielen für den Naturpark 2030 erarbeitet. Nun sind wir auf der Ebene der Projekte angelangt, denn ohne passende Umsetzungsmaßnahmen bleibt eine Vision ein schönes Bild und ein Naturpark-Plan lediglich bedrucktes Papier.

Die Ihnen hier vorgestellten Projekte sind in den bisherigen Beteiligungsformaten entstanden. Sie wurden gesammelt, sortiert und so bearbeitet, dass nun ein Meinungsbild entstehen kann: Projekten, die aus Ihrer Sicht besonders wichtig sind, können Sie einen „Daumen-hoch“ geben. Damit drücken Sie aus, dass dieses Projekt in besonderer Weise die Ziele des Naturparks bis zum Jahr 2030 umzusetzen hilft. Alle der hier vorgestellten Projekte haben ihre Bedeutung. Haben Sie daher den Mut Akzente zu setzen. Die Stimmen aller Teilnehmenden ergeben ein Meinungsbild, das bei der weiteren Auswahl der Projekte unterstützt. Die Abstimmung ist nicht endgültig und gibt kein verbindliches Ranking von Projekten vor. Vielmehr beraten Sie mit Ihrer Einschätzung den Naturpark und seine Gremien, die letztlich die Entscheidung über die Zukunftsprojekte treffen.

Im Anschluss an den Online-Dialog zu den vorliegenden Projektideen finden in Abhängigkeit der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie noch jeweils ein Workshop mit den Naturpark-Partnern, den Naturpark-Schulen und der Naturpark-Geschäftsstelle statt.

In einer Klausur des Gesamtvorstands wird der Entwurf des Naturpark-Plans schließlich zur Diskussion gestellt und unter anderem die Zukunftsprojekte festgelegt. Es folgen letzte Änderungen am Planwerk, sodass der finale Entwurf im Dezember 2020 der Mitgliederversammlung zum Beschluss vorgelegt wird. Unser Ziel ist es, trotz der Corona-Pandemie, den Plan noch im Jubiläumsjahr 2020 fertigzustellen.

suedlicht ist ein erfahrenes Team aus Moderator*innen und Prozessbegleiter*innen, die bereits in einigen Großschutzgebieten partizipativ gearbeitet haben. Sie unterstützen bei der Konzeption des Dialogprozesses, der Umsetzung der einzelnen Schritte und binden immer wieder die Anregungen von Mitgliedern, Partnern und Akteuren ein. Dabei besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle und dem Vorstand des Naturparks. Als Experten für partizipative Prozesse sorgen sie auch in dieser von Corona geprägten Zeit dafür, dass der Dialog weitergeht. Beim Aufbau der digitalen Plattform unterstützt zudem polidia, ein Spezialist für Online-Partizipation. Dieser Netzwerkpartner von suedlicht hat spontan für die erste Dialogplattform im April das Knowhow zur Verfügung gestellt und auch diese Plattform an unsere Bedürfnisse angepasst. Hierfür bedanken wir uns sehr.

Seit den Anfangsjahren hat sich im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord viel getan. Die Spanne an Handlungsfeldern des Naturparks ist breiter geworden und eine Vielfalt an Initiativen und Projekten ist entstanden. Dazu gehören die Naturpark-Wirte, die Naturpark-Märkte, der Brunch auf dem Bauernhof, die Schwarzwald-Guides, die Naturpark-Schulen, die Naturpark-Augenblicke, das Projekt Blühender Naturpark und viele andere mehr. Diese Erfolge sind nur durch das engagierte Mitwirken vieler Menschen möglich geworden, die anpacken und mit vielen Ideen und großer Tatkraft mithelfen, unsere Vision einer nachhaltigen Region für Mensch und Natur schrittweise umzusetzen. Für Ihre bisherige Unterstützung bedanken wir uns herzlich – auch dafür, dass Sie sich auf dieser Plattform in den Dialogoprozess Naturpark 2030 einbringen.

Werfen wir einen Blick zurück auf die Anfangsjahre des Naturparks. Wir befinden uns im Jahr 2000. Damals wurde der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord gegründet, mit dem Ziel die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft zu erhalten und sie als Erholungslandschaft nachhaltig weiterzuentwickeln.

Mit dem Naturpark-Plan im Jahr 2003 erhielt die Projektarbeit im Naturpark eine planerische Grundlage. Der thematische Schwerpunkt lag in den Anfangsjahren im touristischen Bereich.

Ein bedeutendes Aktionsfeld war beispielsweise die Förderung der einheitlichen Beschilderung von Wanderwegen und Mountainbike-Strecken im Schwarzwald. Dies wurden mit dem Schwarzwaldverein und weiteren Partnern erstellt. Heute kennt Sie jeder, die weißen Wanderschilder mit einer gelben, blauen oder roten Raute oder die gelben Mountainbike-Schilder.

Seit den Anfangsjahren hat sich im Naturpark viel getan. Die Spanne an Tätigkeiten ist gewachsen und vielfältige Initiativen und Projekte sind dazu gekommen. Leuchttürme sind beispielsweise die rund 50 Naturpark-Wirte, die jährlich 20 durchgeführten Naturpark-Märkte, der Brunch auf dem Bauernhof, die rund 100 Schwarzwald Guides oder die mittlerweile 11 bestehenden Naturpark-Schulen.

Wenn wir auf 20 Jahre zurückblicken, bemerken wir zudem, dass sich die Rahmenbedingungen um den Naturpark herum verändert haben. So sind Themen wie der Erhalt der Artenvielfalt, nachhaltiges Reisen oder die Fragen rund um den Klimawandel noch wichtiger geworden und werden auch das künftige Handeln des Naturparks bestimmen.

Der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ist zu einer Modellregion für nachhaltige Entwicklung herangewachsen. Er bildet ein einmaliges Netzwerk, in dem Kommunen, Verbände, Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus, Bildung und Wirtschaft einen Treffpunkt finden und gemeinsam Zukunft gestalten. Daran wollen wir weiterarbeiten.