Zukunftsthema 10: Weitere Hinweise und Ideen

Weitere Hinweise und Ideen

Sie haben weitere Hinweise oder Projektideen für den Naturpark 2030? Hier können Sie uns diese mitteilen. Vielen Dank.

Kommentare (9)

Albrecht Ortmann

ID: 280 25.09.2020 15:51

Der Nationalpark ist ein zentraler Anziehungspunkt inmitten des Naturparks. Dennoch wird er hier ausgeklammert, geht es in diesem Forum doch um die Weiterentwicklung des Naturparks und nicht die des Nationalparks.
Diese strikte Trennung ist meines Erachtens praxisfremd. So ist der Nationalpark doch ein Publikumsmagnet, und der Verkehr, der in Richtung des Nationalparks zunimmt, führt auch durch den Naturpark.
Auch die Mobilität ist bei den Projektideen ausgeklammert, da dieses Thema zu komplex ist und unsere Einflussmöglichkeiten als Naturpark zu gering.
Aber zusammen mit dem Nationalpark bestehen durchaus Einflussmöglichkeiten. Es muss verhindert werden, dass durch Ausweisung zusätzlicher Parkflächen, wie aktuell beim neuen Besucherzentrum am Ruhestein, mehr motorisierter Individualverkehr angelockt wird. Die Alternativen zu Auto und Motorrad müssen dringend stärker gefördert werden. Beim ÖPNV ist das aktuell in der Corona-Krise gerade nicht so leicht, der Trend gehtaktuell leider weg von Bus & Bahn, hin zu mehr privatem Pkw-Verkehr, aber auch hin zu mehr Fahrradverkehr.
Und ich fände es eine tolle Sache, wenn wir den aktuellen Fahrradboom zusammen mit der Anziehungskraft (der "Marke") des Nationalparks dafür ausnutzen könnten. Mir schwebt ein sternförmig auf den Nationalpark ausgerichtetes Radwegenetz vor. Ein erster Schritt wäre, dass man in allen Kommunen, die um 50km um den Nationalpark liegen, deutlich erkennbare Radwegweiser aufstellt, die einem den Weg per Velo in den Nationalpark weisen. Im zweiten Schritt müssen die Radwege dann ausgebaut und ergänzt werden. Von meiner Stadt Freudenstadt gibt es bereits eine schöne Strecke, über die man nur moderate Steigungen bewältigen muss, um zum Besucherzentrum auf dem Ruhestein zu gelangen. Es fehlen aber die Wegweiser und einige Passagen der Strecke würden hinsichtlich des Fahrbahnbelags eine Aufwertung vertragen. Auch muss an mehreren Stellen die Bundesstraße (B28 bzw. B500) gequert werden, dort sollten Querungshilfen für die Radfahrer für mehr Aufmerksamkeit seitens der Autofahrer und damit mehr Sicherheit sorgen.
Ich sehe den Nationalpark als Kristallisationskeim für nachhalten Tourismus, von dem auch der Naturpark mit seinen Kommunen profitieren kann und wird, wenn wir zusammen an einem Strang ziehen.

Siegfried Scheffold

ID: 266 24.09.2020 13:46

Das Thema Schwarzwälder Baukultur sollte seinen Niederschlag im neuen Naturparkplan finden. Ein sehr guter Ansatz hierfür ist aus meiner Sicht der neu gegründete Verein Bauwerk Schwarzwald e.V., in dem der Naturpark bereits Gründungsmitglied ist. Wir sollten dieses wichtige Thema nicht alleine dem Naturpark Südschwarzwald überlassen.

Michael Seitz

ID: 289 26.09.2020 15:08

Stimmt absolut, hier gibt es so viele gute regionale Ideen und Projekte, vom einzelnen Bauherren über Zimmereibetriebe und Sägewerke bis hin zu Gemeinden, die die Bedeutung von Baukultur als identitätsstiftende Linie aus der Tradition in eine lebenswerte Zukunft für unsere Region erkannt haben. Manchmal fehlt es nur am Austausch und der Anerkennung für das geleistete. Hier könnte der Naturpark schon viel leisten, wenn er nur das schon Vorhandene zusammenbringt!

Arne Glückstein

ID: 258 24.09.2020 10:51

Naturpark und Holz:
Bedeutung von Wald und Holz für den Naturpark früher (Rohstoff, Energie, alte Waldberufe,...) und heute (Veränderungen der Bedeutung gegenüber früher, zusätzlich Link zum Thema Klimawandel). Die vorgeschlagenen Projekte sind mir da ganz ehrlich gesagt zu dünn.

Petra Jung

ID: 247 23.09.2020 15:50

Ich wünsche uns einen Ewilpa: Park mit essbaren Wildpflanzen (Bäume, Sträucher, Stauden, Kräuter)
für den Naturpark.
Auf ca. 3.000 qm bis hin zu 3 Hektar werden Baumhaine und Hecken, Wiesen, Beeren- und Kräutergärten, Streuobstwiesen, Brachflächen und Feuchtgebiete in harmonischem Zusammenspiel als artenreiches Biotop und idyllische Erholungslandschaft angelegt.
Das bietet die Nutzung regionaler und saisonaler Ressourcen.
So ein Park ist ein Lehr- und Lernort, ein Erfahrungsort, Naturschutzort, ein Gesundheitsort, Er-Forschungsort, ein Ort der Freiraumgestaltung, der Erholung, des sozialen Miteinanders, der Lebensqualität. Es gibt noch keinen Ewilpa in Baden-Württemberg, somit ist ein Alleinstellungsmerkmal erfüllt. Wenn die "Fichtenwälder" als Kraftort schwinden, tut sich hier ein neuer auf. Offenland kann erhalten werden, bestehende Streuobstwiesen können integriert und Bewusstsein und Unterstützung für die Besitzer solcher Wiesen hier beispielhaft geschaffen werden. Es ist ein Ort der Bildung für Naturparkkindergärten -und Schulen, Ein Ort zum Forschen für die Naturpark-Entdeckerwesten und die Naturparkdetektive und könnte in Aktionen beim regionalen Essen für Schulen und Kindergärten einen nachhaltigen Beitrag leisten. Regional Landwirte vor Ort könnten versuchsweise auch Teilflächen mit "wilden Pflanzen" bestellen (Projekt Valor), die dann an die Naturparkwirte für gemeinsame "wilde Küche" Projekte vermarktet werden können. Die Bienen unserer Imker hätten "neue" Nahrungsangebote.
Es wäre ein attraktives Reiseziel für nachhaltige Tourismusangebote weit über die Grenzen des Naturparks hinaus mit spannenden Workshops, Kursen und Vorträgen. Eine barrierefreie Runde wäre natürlich selbstverständlich.
Der Naturpark könnte in Kooperation mit einer Gemeinde, einer Stadt, mit Förderern und Privatpersonen, mit örtlichen Stiftungen oder ähnlichem federführend bei der Verwirklichung aktiv sein. Als moderne Allmende wäre es ein guter Ort, nachhaltiges Handeln ins alltägliche Bewusstsein zu bringen: Jeder nimmt nur, was er für sich selber braucht und nur so viel, dass auch genug für andere bleibt und die Pflanzen werden beim Ernten weder in ihrer Kraft noch Existenz des Fortbestehens gefährdet. Fast alle Zukunftsprojekte für Naturparkplan 2030 ließen sich in unserem Park für essbare Wildpflanzen integrieren.

Stefan Weinmann

ID: 236 22.09.2020 22:42

Wann überwinden endlich wir diese unsägliche und Fremden völlig unverständliche Trennung des Schwarzwalds in die Naturparks Süd und Mitte/Nord. Reicht es nicht schon, dass sich Badener und Schwaben vertragen müssen ;-))

Andreas Lehmann

ID: 267 24.09.2020 17:48

Die beiden Naturparke könnten ihre Zusammenarbeit zumindest dort verstärken, wo die Trennung in Nord und Süd tatsächlich eher hinderlich ist - zum Beispiel auf dem weiten Feld der Schwarzwald-Kultur (die so unterschiedliche Dinge umfasst wie Kuckucksuhren, den Bollenhut, Schaubergwerke oder Klosterruinen). Der Schwarzwald hat eine spannende (gemeinsame) Geschichte und wird aus der Ferne sowieso als Ganzes wahrgenommen. Der "Marke Schwarzwald" würde es sicherlich nützen, wenn hier eine gemeinsame Strategie verfolgt würde, die von Karlsruhe bis Lörrach wiedererkennbar ist.

Stefan Weinmann

ID: 235 22.09.2020 22:38

Rubrik: Der Naturpark und das Holz / Der Naturpark und das Klima:
Schwarzwald und Holz gehören zusammen. Heizen mit heimischem Holz, z.B. mit Hackschnitzeln, braucht eine Stimme in der Öffentlichkeit: Beratung, Betreibermodelle, Anbieter- und Beschaffungsbörse, Förderanreize - all dies kann man sich als Betätigungsfeld des Naturparks vorstellen.

Stefan Weinmann

ID: 234 22.09.2020 22:32

Rubrik: Der Naturpark ist Wertschöpfung:
Regionale Vermarktung ist bisher personalintensiv und mit hohen Einstiegshürden und Risiken verbunden. Seit einiger Zeit können Verkaufsautomaten diese Hürde reduzieren. Der Naturpark könnte hier rechtlich (WKD) beraten, Einkaufsplattform der Automaten bieten, diese auf Plattformen ausweisen und so absatzfördernd die regionale Vermarktung fördern - vielleicht sogar eine zentrale Betreiberplattform aufsetzen.